Antarktis Stadt
 
Montag, 22. April 2002



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Haare spalten

Es soll ja Menschen geben, die gerne zum Friseur gehen. Ich kenne da auch ein paar, klischeehafterweise meist schwule Männer oder heterosexuelle Frauen. Da ist dann die Rede von Ich-tu-mir-mal-was-Gutes, von Genuss, von Vergnügen. Zum Friseur gehen, das gönnen sich diese Menschen einfach hin und wieder. Kann ich ja leider gar nicht teilen. Für mich ist Friseur wie abgeschwächter Zahnarzt. Klar, es tut nicht weh, aber das Gefühl des Ausgeliefertseins ist das selbe. Beim Waschen ist immer das Becken zu niedrig, dann sitzt man auf diesen doofen Stühlen und wird von der Friseurin/dem Friseur mit dem Fuss hochgepumpt oder runtergefahren. Ohne Brille sieht man nicht so recht, was sie/er da eigentlich so macht, das ist aber wahrscheinlich noch besser als es zu sehen. Am schlimmsten: der Umhang. Bin ich der einzige Mensch, der sich mit diesem Umhang immer wie ein Schulkind aus einem 50er-Jahre-Paukerfilm vorkommt? Erniedrigend. Dann das Styling. „Willst du ein bisschen Gel rein haben?“ Nein, aber das sag ich doch nie, sondern geh immer idiotisch gestylt nach Hause sofort unter die Dusche, um dann beurteilen zu können, ob ich einigermassen zufrieden bin oder nicht.

Immerhin war ich heute bei einem Friseur, der sozusagen das kleinstmöglichste Übel war. Billig, unprätentiös, man zieht eine Wartenummer, dann blinkt die irgendwann bei „Waschen“ und dann bei „Schneiden“, man zahlt, fönt selber und kann sich auch selber in die Haare schmieren was man will. Keine nennenswerte Einrichtung, nur Spiegel, Stühle, Neonröhren, graues Linoleum, graue Wände. So sollten auch Arztpraxen aussehen, ohne Plakate zur Hautkrebsvorsorge oder lustige Bilder mit tanzenden Zähnen.

10 € gezahlt, nach Hause, nicht mal unter die Dusche und recht zufrieden. Kann ich nur empfehlen, allerdings niemandem, der sich mal was gönnen will.

Haarwerkstatt, Kopernikusstr. 22, Friedrichshain. Und hat auch Montag offen.

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Montag morgen

sollte man wahrscheinlich einfach gar nichts machen, vor allem nicht nach einem doofen Sonntag wie gestern. Der Film (ja der den alle geguckt haben gestern) unerträglich werbeüberlastet, aber man ist ja selber schuld, wenn man sich sowas ansieht. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt unerfreulich ausgegangen. Ich ertrage einfach das Triumphgesicht von Westerwelle nicht. Was aber NICHTS gegen das Triumphgesicht von Jean-Marie Le Pen ist. Das ist echt zum Gruseln, wie die Tatsache, dass er 17 Prozent bekommen hat und Jospin nur 16. Weitere Jahre Chirac. So ein Scheiss. Na trotzdem werd ich in die Uni gehen und in die Bibliothek und all das, aber ohne rechte Begeisterung heute morgen. Aber wann hat man die montag morgens schon.

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letzte änderung: 19.06.08, 18:50
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soweit der plan mit diesem...
soweit der plan mit diesem allerrührendsten aller lieder das bloggerleben zu beenden. ist jetzt der dringenden drang dazwischengekommen ("der dringende drang", sollte ich mal einen roman schreiben, der so heisst; oder so). satzzeichenverwirrung. auf jeden fall wollte ich mitteilen, dass ich dieses wochenende in berlin gedenke, mich aber sowas von...
by lmd78 (19.06.08, 18:50)
to the end
by lmd78 (13.06.08, 12:17)

by lmd78 (20.04.08, 12:46)
wenn der kater sich langsam...
wenn der kater sich langsam verabschiedet, immer dieser heisshunger nach pizza. so stell ich mir die gelüste schwangerer frauen vor.
by lmd78 (15.04.08, 12:10)
motto der woche:
von trauer zu trotz.
by lmd78 (10.04.08, 09:27)
les chansons d'amour - christophe...
by lmd78 (08.04.08, 09:45)




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